Ein neuer Ausflug in die Crossentwicklung

Ich habe – ganz ehrlich – keine Ahnung, wie ich auf die Idee kam, hier diesen Sonderweg in der Fotochemie zu gehen. Im Labor befand sich eine Flasche abgelaufener Orwo-Dia-Negativ-Chemie und ich dachte mir, dass der Ansatz Farbe in ein klassisches S/W-Verfahren bringen könnte.

Ich bin hier so vorgegangen: Erstentwicklung (klassisch) -> Bleichen mit BLIX -> Entwickeln mit der Orwo-Dia-Negativ-Chemie.

Nunja: ein paar dieser Abzüge besitze ich noch, ein paar habe ich verschenkt und ich erahne da leichte Blautöne, leiche Rotbraun-Töne und leiche Brauntöne. Eventuell teste ich das Verfahren nochmal mit C41-Chemie und mir gelang der Beweis dazu, dass Papierentwicklung natürlich auch mit Filmentwickler funktioniert.

Es ist und bleibt spannend und die Analogfotografie ist auch deswegen reizvoll, weil sie eben auch das Experimentieren verlangt!

Motive entstanden am Cossi. Kamera: Kiev80, Film: Fortepan 100

Crossentwicklung // Farbiges Caffenol

Meine liebe Kunstmentorin organisierte mir irgendwann einmal Unmengen abgelaufener Farbfilme. Vermutlich erahnte Sie damals schon meine Experimentierfreude und da sehe ich, dass sie ihren Job verdammt gut macht. Eine Mentorin analysiert, fördert und kitzelt an den richtigen Stellen.

Wie auch immer: die gewählte Kamera war die ZenitEM und weil ich nicht immer die C41-Chemie (Digibase!) im Labor habe, werden die Farbfilme selbstverständlich durch irgendeine Alternative geschoben. Das war hier Caffenol und es passiert etwas Interessantes: das Negativ war schwarz. Punkt. Nur schwarz. Dezent und leicht frustriert bleichte ich das Material mit BLIX durch und das sind die Farbscans des aufgearbeiteten Negativs.

Bilder entstanden im Rahmen der Postlicht-Ausstellung.

Crossentwicklung mit dem KodaxTrix400

Ein Freund, der mir einen Gefallen schuldete, drückte mir einmal diesen Film (abgelaufen) in die Hand und ich entschied mich, die Spontanschnappschüsse wiefolgt zu entwickeln:

Klassisch -> Caffeenol, Bleiche -> BLIX und Scan als Farbnegativ. Damit habe ich eine interessante Variante gefunden (oder erfunden?), um Farbe in das S/W-Spektrum zu bekommen.