Gestern fühlte ich die fotografische Inspiration und einen gewissen Bewegungsdrang. Leider stellte ich fest, dass mir mein löslicher Kaffee für die Caffenol-Negativentwicklung ausgegangen ist und da lag das „Erforschen“ von Alternativen natürlich nahe und für sowas benutze ich IMMER (!) Kwefeldein. Dort steht eine interessante Aussage rund um „Vollblutfotograf“ und „Peenol“.
In diesem Artikel fand ich mein gestriges Dilemma perfekt beschrieben: kein Kaffee, kein Tee und kein billigen Rotwein. Also entschied ich mich für ein Experiment mit Peenol.

Das „Rezept“ ist:

800 Ml. „Pee“
8 TL Soda
2 TL Vitamin – C

Die gemischte „Suppe“ wird in eine luftdicht verschliessbare Laborflasche gefüllt und ordentlich geschüttelt und der Geruch, der beim Einfüllen der Suppe in den Entwicklertank entsteht / der Flasche entweicht, ist wirklich ekelhaft. Nach Tankbefüllung habe ich die zwei vollgeknipsten Agfa APX 100 genau 60 Minuten „garen“ lassen. Nach einer ausgiebigen (!) Zwischenwässerung wurde das Ganze 12 Minuten fixiert.

Die beiden Negative sind recht dunkel, weswegen ich eine recht lange Belichtungszeit wählte (ca. 20-30 Sekunden) und damit konnte ich auch die schwach entwickelten Filme letztendlich kompensieren.

Hier einige Abzüge, die ich mit der Pinseltechnik anfertigte.

Fazit:
Ich betrachte den Ausgang des Peenol-Experimentes als „nicht schlecht“, werde das Rezept allerdings nicht als Papierentwickler verwenden.

Links, weitere Diskussionen
„Peenol“ – Ergebnisse (Aphog-Forum)