Experimente und (Neu)findung des LITH-Settings.

Vorab: die Galerie ist eigentlich Ausschuss und Ergebnisse, mit denen ich nicht zufrieden bin, werden immer entsorgt. Diese Beispiele hatte sich allerdings eine gute Freundin im Sinne von „spinnst Du!“ + „Ich rette die“ gegriffen. Die Basis ist jeweils das Dokumentenpapier (ORWO) vom Typ DD und mein schräges Problem bei den Ergebnissen ist die zu krasse Helligkeit.

Witzig, die Resultate nochmal zu sehen u. zuverstehen, dass das Pseudoproblem mit einer massiven Belichtungszeitverlängerung geregelt werden kann.

Naja. Motive sind typische Schnappschüsse aus diesem schrägen Kiez, also Plagwitz / Lindenau.

Experimente mit DD-Dokumentenpapier (ORWO) – „Edition: Kontaktabzug“

Technik: Kontaktabzüge mit Hilfe von Negativfoliendrucke (ca. A4). Ich möchte an der Stelle nicht darauf eingehen, wie man mit einem beliebigen Drucker und Folien Negative herstellt, weil das sicherlich im Bereich der Allgemeinbildung liegen dürfte.

Aber ich setzte vor einigen Tagen ein spezielleres Experiment an, um eben die Ausnutzbarkeit von LITH und den Papieren zu testen, weil ich mich daran erinnerte, dass irgenwann mal irgendwer mir erzählte, dass diese Papiere im Grunde wohl für die Herstellung von Fotokopien dienten.

Interessant ist: das Kontaktabzugsverfahren unter einer 1-Minutenbelichtung lässt das Motiv in maximal 1 Minute entwickeln (Standardverfahren 3 bis teilweise 10 Minuten, je nach Belichtugsdauer) und ich beobachtete auch, dass ein LITH-Ansatz 50 (!) Papiere völlig problemlos entwickelt!

Sehr schön! Die gewonnenen Erkenntnisse werde ich die Tage auf das Standardverfahren übertragen und mit Belichtungsdauern von mind. 5 Minuten experimentieren.

Homeoffice – Lomografie und Experimente mit einer Flohmarktkamera

Ich habe eine Zeit lang ständig teil- oder vollautomatische Kleinbildkameras bei den Leipziger Flohmärkten gekauft. Mir hat natürlich nicht (!) das Sammeln dieser Objekte Freude bereitet, sondern es ging mir immer um die Filme. Sprich: wenn ich uraltes Filmmaterial benutzen und damit herum spielen will, finde ich das IMMER auf den Flohmärkten … in den Kisten der schlecht gelagerten alten Kameras.

Hier ist so ein Beispiel. Ich glaube, dass der Streifen aus den 80er Jahren stammte und der wurde von mir via Caffenol entwickelt.

Typ: Sinnlos-Schnappschuss, aber mir gefällt es.

Wasted-Postlicht (1) – Experimente mit einem versauten Film

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, was da schief gelaufen war, als ich den schlechten Film aus der Dose zog und mich darüber ärgerte, dass das Teil pechschwarz war.

Übrigens: ich habe erst SEHR spät verstanden, dass Entwickerunglücke mittels BLIX beseitigt werden können und ich werde mich die Tage per Tutorial zu der Thematik noch einmal äußern.

Wie auch immer: Grundlage ist ein Kleinbild und den habe ich mit den klassischen Sachen – also Seifenlauge – schön geschrottet. Die Schlieren auf den Scans kommen daher, dass die Seife eben die Trägerschicht aufweicht und quasi „schmelzt“.