Leipzig im Winter und Abschluss der Lomografie-Reihe // Experiment

Ich hatte hier noch 2 KodakColorGold (200) mit Ablaufdatum 1996 rumliegen und die lächelten mich an. Sie lächelten und flüssterten mir zu: „Johannes … bitte belichte und entwickle mich!“. Mh. Das habe ich gern erledigt und ich bleibe bei meiner Einschätzung zu dem Material: es _ist_ auch bei hohem Alter sehr SEHR gut.

In den nächsten Tagen werde ich hier einmal ein C41-Entwicklertutorial veröffentlichen, weil mich doch viele da befragten und im Moment die Labore schlecht ansprechbar sind. (Hallo: Lockdown)

Mitossi besucht mich in Leipzig

Die Bilder entstanden im letzten Jahr, irgendwann im Sommer und kurz nach meinem Geburtstag. Weil ich derzeit diesen Blog mit Leben und Inhalten quasi befülle, sichte ich natürlich das Archiv der Negativscans und da befanden sich diese Schmuckstücke.

Ja. Mitossi ist eine süße Künstlerkombo und die 2 Hübschen tauchen jetzt um die 3-4 Jahre (glaube ich) immer mal wieder in meinem Fokus auf. Wir sind eine halbe Ewigkeit quasi befreundet und im letzten Jahr fanden wir die Idee witzig, zusammen ein Konzept zu „Typisch Mann“ mal durchzuquatschen und ein wenig herum zu spielen. Die Galerien findet Ihr im Blog und die Bilder wurden von mir, von Maria und von Martin – jeweils im Wechsel – mit der Kiev80 geschossen. Filme waren Kodak TMAX100.

Leipzig in der Corona / Nachweihnachtsphase

Ich bekam am Anfang des Jahres über einen amüsanten Deal und künstlerischen Neukontakt eine recht ordentliche Ladung abgelaufene Farbmittelformat-Filme (C41) geliefert. Keine Ahnung, warum mein Spieltrieb sich auf das Medium C41-Mittelformat fokussierte, aber ich erinnere mich gerade, dass ich einige unfassbar schöne Scans gesehen habe, welche mich immer wieder am Gemälde erinnerten.

Da dachte ich mir: sowas will ich auch basteln, sowas möchte ich auch hier herstellen und daher tobte ich mich in der Jahresanfangsphase mit dem Medium umfangreich aus. Gut: wie man C41-Medien zuhause vernünftig entwickelt, ist mittlerweile sehr gut dokumentiert. Übrigens: mich sprechen immer wieder Hipster in Hipsterhausen an, wenn die Menschen mich verpeilt mit der Kiev88 herum laufen sehen und mich wundert immer wieder dieser Respekt vor dem Selbstentwickeln diverser Filme.

Leute: das gehört zum Spielchen dazu. Wenn man eine alte Kamera auf irgendeinem Flohmarkt erwirbt, sollte man die niemals als Schmuckstück mit sich herum tragen und das Objekt den Hipsterfreund:innen voller Stolz präsentieren. Nein: man muss eigentlich auch über die typische und völlig problemlos nachbaubare Dosenentwicklung die Werke im Badezimmer oder in der Dunkelkammer selbst entwickeln.

Mh. Das ist eigentlich kein großes Problem. Vielleicht – ich überlege gerade – werde ich irgendwann einmal Tutorials dazu verfassen, oder wieder fremde Menschen in meine Dunkelkammer zum Lernen einladen.

Zurück zum Thema:

Die Galerie entstand anfang 2021, als in Leipzig die Temperaturen etwas angenehmer wurden und mich interessierte hierbei speziell die Stabilität des abgelaufenen Films (Portra, 2020) und meine Laune war an diesem Tag extrem schlecht. Das hing mit einem kommunikativen Mißverständnis mit einem ehemaligen Kunden zusammen und ich war höllisch frustriert.

Kamera: Kiev80, typische C41-Entwicklung