Lith-Motive, teilweise rund um den Plagwitzer Bahnhof

Die Lith-Chemie ist eine abgewandelte Rezeptur mit Basis „Moersch EasyLith“ und die Motive entstanden rund um die Organisation einer Schaufensterausstellung bei dem Leipziger Unternehmen „Travelantis“.

Die Bildnamen sind: Antennenbaum I, Antennenbaum II und „Schlichter Zaun“.

Technik: Fotoemulsion auf Akquarellpapier, Lith

Chemiegrams aus dem Archiv

Der Ursprung dieser „Schiene“ befindet sich in einer persönlich schwierigen Phase, als ich an das Aufgeben der Analogfotografie dachte. Damals befand sich in meinem Papierlager extreme Mengen an unbelichteten Materialien und die wollten verbraucht werden.

Egal.

Das Verfahren ist tageslichttauglich und ich nutze hier die chemischen Reaktionen zwischen der Emulsion und dem Entwickler dahingehend aus, dass der Enwickler spezieller modifiziert wurde.

Ein Beispielrezept für besagte Modifikation ist:

2 Tassen billiges Speiseöl

50ml Papierentwickler aus der Standardlösung

Die Zutaten werden in eine Schüssel gekippt und solange verrührt, bis der Papierentwickler eine Verbindung mit dem Öl eingeht. Der ideale Zeitpunkt ist hier, wenn Ölblasen sichtbar werden und diese besondere Struktur liefert auch die Grundlage für die Ergebnisse.

Die eigentliche Papierentwicklung gestaltet sich extrem simpel: einfach mit Hilfe von Löffel, Pipette, Zahnbürste usw. die Suppe auf das Material auftragen und herum schmieren.

Gute Ergebnisse waren hier auch sichtbar, wenn ich eine 3. Substanz mit ölabschwächender Wirkung hinzugab. Das wäre Seife, Fit oder auch Mundwasser.

Ich habe mich immer gewundert, dass diese Zufallserscheinungen von meinem Umfeld so gelobt oder sogar als inspirierend bezeichnet wird und ich glaube auch, dass diese faszinierende Beobachtung von Freund_innen / Konsument_innen mir erklärte, dass ich mit der Analogfotografie noch lange nicht fertig bin.

Hier die Beispielbilder: