Einführungsveranstaltung – Kiev88

Vor 2 Wochen (?) hat meine wunderschöne russische Dame (die Kiev80) gesagt: „Johannes, ich verlasse Dich“ und das sah so aus, dass eben hinten das Alu-Verschlusstuch seinen Geist aufgab. Das war nicht nur ein simpler technischer Defekt, sondern ein regelrechtes Zerfetzen mit Splitter in meinen Fingern.

Also: für einen schmalen Taler (50EUR!) einen Kiev88-er Body und Magazin der Bucht geschossen und hier ist das neue Arbeitsschwein. Der erste Eindruck ist pauschal sehr (!) gut. Das Teil wirkt stabil, sehr robust (Hallo … die Russen wussten immer, was die da anstellen!) und bis auf die Mattscheibe sehe ich keine Unterschiede zur 80er Kiev.

Gut. Die Pseudobelederung ist natürlich runter u. das Innenleben war etwas siffig, aber (!) bei vollmechanischen Kameras lassen sich Trivialmängel schnell beseitigen.

Atomal Ultra-Feinkornentwickler

Das Zeug flog mir neulich in die Hände, als ich meinen Saustall – das Labor – aufräumte und ich erinnerte mich daran, dass mir der Axel Schneegaß diese extrem alte Chemie in die Hände drückte. Laut Verpackung (Verweis auf Made in Germany) müsste der Atomal aus den 50er Jahren stammen, kann das aber leider nicht verifizieren.

Zum Handling:

  1. Ansatz, wie aus der Beilage beschrieben (Beobachtung: die Flüssigkeit wird sehr dunkel, bis schwarz)
  2. Standentwicklung: 1 1/2 bis 2h
  3. Fixierung: 45 Minuten
  4. getestet mit Foma100 (Mittelformat)

Ich bin extrem beeindruckt, wie leistungsstark das Zeug auch nach der langen Zeit ist und mich erinnert das Ergebnis entfernt an das Qualitätsniveau der TMAX-Produktreihe.