Kiev80, meine russische Mittelformatkamera

Ich komme leider erst heute dazu, dieses Schönheit hier zu veröffentlichen. Sie trägt tatsächlich den Namen „Olga“, wobei ich den nicht vergeben habe. Das war Marta. Marta stammt aus Australien und lief mir in der „Dorfkneipe“ („le petite Franz“) über den Weg. Wir lachten ein paar Mal zusammen und stellten gemeinsam fest, dass die Kamera sehr formschöne „Rundungen“ hat und dass eben der Nickname „Olga“ passt. Witzig ist auch: die Hündin des Dorfkneipenbesitzers hört ebenfalls auf den Namen „Olga“.

Wie auch immer: ich habe das Teil 2019 irgendwo in den Untiefen der Bucht gefunden, lieb gewonnen und für ~130EUR erstanden. Das war damals die Zeit, als ich mich intensiver mit Mittelformat beschäftigte und kein Interesse am Erwerb einer Hasselblad entwickeln konnte.

Die Kiev ist ein sehr gutes und sehr robustes Modell. Sie ist allerdings auch sehr schwer und in der Bedienung merke ich immer wieder, dass die Russen „damals“ kein gutes – naja – „Gefühl“ für Produktdesign hatten. Wenn ich bspw. den Auslöser betätige, spüre ich einen leichten Rückstoß. Ich habe ein paar Mal darüber nachgedacht, das Ding zu verkaufen oder zu verschenken, habe mich aber mit der Optik quasi „verheiratet“. Die Linse ist definitiv sehr gut und die Kamera ist auch deswegen interessant, weil die die Magazine und Sucher der Hasselblad problemlos akzeptiert.

Meine „Olga“ etablierte sich auch als „Magnet“. Sprich: interessante Menschen (spez. Damen) zeigten gern im letzten Sommer auf mich und sprachen mich an: „Das ist aber eine tolle Kamera, darf ich die mal halten?“. Ich fand das witzig und fühlte mich an Klischeesituationen mit Hunden oder kleinen Kindern erinnert.

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