Leipzig in der Corona / Nachweihnachtsphase

Ich bekam am Anfang des Jahres über einen amüsanten Deal und künstlerischen Neukontakt eine recht ordentliche Ladung abgelaufene Farbmittelformat-Filme (C41) geliefert. Keine Ahnung, warum mein Spieltrieb sich auf das Medium C41-Mittelformat fokussierte, aber ich erinnere mich gerade, dass ich einige unfassbar schöne Scans gesehen habe, welche mich immer wieder am Gemälde erinnerten.

Da dachte ich mir: sowas will ich auch basteln, sowas möchte ich auch hier herstellen und daher tobte ich mich in der Jahresanfangsphase mit dem Medium umfangreich aus. Gut: wie man C41-Medien zuhause vernünftig entwickelt, ist mittlerweile sehr gut dokumentiert. Übrigens: mich sprechen immer wieder Hipster in Hipsterhausen an, wenn die Menschen mich verpeilt mit der Kiev88 herum laufen sehen und mich wundert immer wieder dieser Respekt vor dem Selbstentwickeln diverser Filme.

Leute: das gehört zum Spielchen dazu. Wenn man eine alte Kamera auf irgendeinem Flohmarkt erwirbt, sollte man die niemals als Schmuckstück mit sich herum tragen und das Objekt den Hipsterfreund:innen voller Stolz präsentieren. Nein: man muss eigentlich auch über die typische und völlig problemlos nachbaubare Dosenentwicklung die Werke im Badezimmer oder in der Dunkelkammer selbst entwickeln.

Mh. Das ist eigentlich kein großes Problem. Vielleicht – ich überlege gerade – werde ich irgendwann einmal Tutorials dazu verfassen, oder wieder fremde Menschen in meine Dunkelkammer zum Lernen einladen.

Zurück zum Thema:

Die Galerie entstand anfang 2021, als in Leipzig die Temperaturen etwas angenehmer wurden und mich interessierte hierbei speziell die Stabilität des abgelaufenen Films (Portra, 2020) und meine Laune war an diesem Tag extrem schlecht. Das hing mit einem kommunikativen Mißverständnis mit einem ehemaligen Kunden zusammen und ich war höllisch frustriert.

Kamera: Kiev80, typische C41-Entwicklung

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