Leipzig im Winter und Abschluss der Lomografie-Reihe // Experiment

Ich hatte hier noch 2 KodakColorGold (200) mit Ablaufdatum 1996 rumliegen und die lächelten mich an. Sie lächelten und flüssterten mir zu: „Johannes … bitte belichte und entwickle mich!“. Mh. Das habe ich gern erledigt und ich bleibe bei meiner Einschätzung zu dem Material: es _ist_ auch bei hohem Alter sehr SEHR gut.

In den nächsten Tagen werde ich hier einmal ein C41-Entwicklertutorial veröffentlichen, weil mich doch viele da befragten und im Moment die Labore schlecht ansprechbar sind. (Hallo: Lockdown)

Abschluss der Experimente mit dem IlfordFP4 (1989)

Ich bekomme öfters extrem überlagerte und unbelichtete Filme von meinen Kontakten als Geschenk oder als Tauschobjekt. Persönlich mag ich die Spielchen mit solchen Materialien und in Summe habe ich folgende Tipps für die Lesenden:

  • Blende immer eins über Normal (8 -> 5.6)
  • Lange (!) Standentwicklung: 45 bis 50 Minuten
  • Lange (!) Fixierung: 30 bis 45 Minuten
  • Kein Caffenol verwenden, sondern Orwo-Suppe oder sonst. Produkte
  • Filmspiralen vor dem Einfädeln kurz wässern, weil das Filmmaterial ausgetrocknet sein kann und in der Form nicht so schön in die Spirale „flutscht“
  • Wenn der Film schwarz aus der Dose kommt: mit BLIX nachbleichen (funktioniert sehr gut bei DIA-Filmen)

Typisch Mann – Abschluss der Reihe

Hier der letzte Film aus der Reihe. Inhaltlich sehe ich den eher im Bereich der Probeaufnahmen mit Potential zur Weiterentwicklung. Hach! Wäre der verdammte Lockdown nicht dazwischen gekommen, hätte Maria mich in Frauenkleider gesteckt und das Konzept auch in Richtung Performancekunst weiter entwickelt.

Schade, ich fand das witzig und vermutlich gibt es ein Reload. Hach!