Alternative Tonung- und Färbetechniken: die Unconvision-Reihe, 1. Versuch

Die Negativscans, einige LITH-Abzüge müssten sich irgendwo auf diesem Blog befinden … glaube ich?! 🙂 Egal: bevor mir meine Belichterlampe durchbrannte, zog ich diese Auswahl auf Dokumentenpapier und verfeinerte diesen Färbeansatz mit folgendem Rezept:

3 Liter Urin + 1 Liter starken Kaffee (Filterkaffee) + 4 AntibabyPillen mit einer Einwirkzeit von ca. 15 Minuten.

Die, von mir freigegebenen, Werke lassen sich in Auszügen ab sofort im Westwerk bei https://www.unconvision.com/ bewundern und bei Bedarf + Wunsch einkaufen.

Der Laden befindet sich direkt am Eingang des Westwerks, gegenüber vom Westfach und in der Nähe des WKR feat. Lagzouli Cuisine.

Etablierung der Reihe „Färbetechniken“ (Basis: Urin) – „wkr ft. cuisinelagzouli“

Ich glaube, ich hatte mich an anderer Stelle schon dazu geäußert, dass ich gezielt nach Standard-Stillleben-Motiven suchte. Grund: Eichprozesse diverser alternativer Techniken und ich suche (derzeit) nach spannenden Kompensationslösungen zu dem LITH-Verfahren. Warum? Es ist einfach: die LITH-Chemie ist relativ teuer und mich interessiert das Nachfärben, so daß mittelfristig kein Unterschied zu LITH sichtbar wird.

Witzig bei der Geschichte: ja – die Wirkung von Pisse / Urin / Harnsäure war mir schon durch alte Experimente, simple Allgemeinbildung und diversen Gesprächen mit sehr vielen anerkannten Künstler:innen bekannt. Ich habe nicht damit gerechnet, hier dieses Ergebnis zu bekommen und eine Theorie entstand beim Experimentieren:

Pisse quellt die Emulsion auf und gärbt das Papier. Das sorgt dafür, dass die Farbpigmente schön eindringen und wenn sich diese Theorie verifizieren lässt – es sieht dannach aus (!) -, benötige ich keine teilw. giftige Chemie vom Spezialhändler.

Hinweis an der Stelle:

Material:

Dokumentenpapier (Orwo), VEB Fotopapierwerk Wernigerode, Maße: 21,0 x 29,9

  1. Limitierung auf 3 Abzüge / Motiv / je Färbetechnik, wobei eine Kopie sich in meinem Archiv befindet
  2. Den 2. Abzug verschenke ich an besondere Menschen
  3. Den 3. Abzug verkaufe ich zu EUR 150 zzgl. MwSt. zzgl. Versand.
  4. Die Ergebnisse werden Gegenstand der Ausstellung „The Last Show“ sein und sind bei https://www.unconvision.com/ erwerbbar.

Etablierung der Reihe „Färbetechniken“ (Basis: Urin)

Vor einigen Tagen fing mich einer meiner Künstlerfreunde auf der Straße – also in Hipsterhausen – ab und wir sprachen sehr lange und intensiv über antike Gärbverfahren. Er erwähnte hier den Grundstoff Urin. Besser: es ist ja bekannt, dass Färbeverfahren oder auch das Haltbarmachen von Fellen mittels menschlichen Urin realisiert wird.

Soweit – so gut: ich empfinde wenig Bedenken oder auch Ekel vor dieser natürlichen Substanz und bei der Reihe organisierte ich mir 3 Liter.

Die Vorgehensweise sieht nun so aus: der Urin wird mit Antibabypillen, Kaliumpermanganat, 2 Liter Kaffee und Milchsäure vermischt und in diese stinkende Brühe kommen dann die fertig belichteten und fixierten Papiere.

Der Färbeprozess dauert – nach aktueller Beobachtung – etwas um die 10 Minuten und nach einer sehr langen Wässerung + Trocknung der Ergebnisse fühlt sich das Papier wie Pergament an, was mit der Säure des Urin zu tun haben dürfte. Eine Geruchsbelästigung ist nur während der Färbeprozedur erkennbar!

Also: viel Spaß beim Nachprobieren.

Hinweis an der Stelle:

  1. Limitierung auf 3 Abzüge / Motiv / je Färbetechnik, wobei eine Kopie sich in meinem Archiv befindet
  2. Den 2. Abzug verschenke ich an besondere Menschen
  3. Den 3. Abzug verkaufe ich zu EUR 150 zzgl. MwSt. zzgl. Versand.

Die Ergebnisse werden Gegenstand der Ausstellung „The Last Show“ sein und sind bei https://www.unconvision.com/ erwerbbar. Ich entschied mich heute zu dieser Partnerschaft, weil nach den Gesprächen ich eine ähnliche Unternehmerethik und ein passendes Produkt- und Dienstleistungsportfolio sehe, vorfinde und bewundere.

Material:

Dokumentenpapier (Orwo), VEB Fotopapierwerk Wernigerode, Maße: 21,0 x 29,9