Einführungsveranstaltung – Kiev88

Vor 2 Wochen (?) hat meine wunderschöne russische Dame (die Kiev80) gesagt: „Johannes, ich verlasse Dich“ und das sah so aus, dass eben hinten das Alu-Verschlusstuch seinen Geist aufgab. Das war nicht nur ein simpler technischer Defekt, sondern ein regelrechtes Zerfetzen mit Splitter in meinen Fingern.

Also: für einen schmalen Taler (50EUR!) einen Kiev88-er Body und Magazin der Bucht geschossen und hier ist das neue Arbeitsschwein. Der erste Eindruck ist pauschal sehr (!) gut. Das Teil wirkt stabil, sehr robust (Hallo … die Russen wussten immer, was die da anstellen!) und bis auf die Mattscheibe sehe ich keine Unterschiede zur 80er Kiev.

Gut. Die Pseudobelederung ist natürlich runter u. das Innenleben war etwas siffig, aber (!) bei vollmechanischen Kameras lassen sich Trivialmängel schnell beseitigen.

Die Kodak EK4

Im letzten Jahr hatte ich die irre Idee, mir mal die Sofortbildtechniken anschauen zu müssen und da flog mir die EK4 über die eBay-Filterblase. Ein grober Quercheck auf die Resultate (Google-Bildersuche) hat mich sehr SEHR glücklich gemacht und daher schoss ich das Teil hier für um die EUR 20. Leider hatte ich in meinem Shoppingwahn vollkommen vergessen, dass wg. des Patentstreits zwischen Kodak u. Polaroid keine Filme einkaufbar sind.

Es gibt einige Lösungen, da Fremdmaterial in die Filmkästchen zu prügeln, mir fehlt(e) die Zeit und Lust für entsprechende Experimente und deswegen landete das Schmuckstück bei einer vintagesüchtigen Freundin. Ja! Die hat jetzt Spaß damit und ich bin gespannt auf die Ergebnisse, die die Gute da produziert.

Filmentwicklerdose // Jobo-Tank

Das Schmuckstück half mir, ca. 820 Filme im Laufe der letzten Jahre zu entwickeln. Das Teil war Gegenstand meiner letzten „Erstausrüstung“ und hier ein paar Tipps:

  • Das Einfädeln in die Spiralen (weise Teile!) unbedingt VOR dem ersten Einsatz mehrfach üben!
  • Überlagerte Filme / alte Filme sind häufig sehr dünn und ausgetrocknet, hier sollten die Spiralen kurz gewässert werden.
  • Nach Dauereinsatz die Spiralen ein paar Stunden in Seifenlauge legen.

Die Filme müssen selbstverständlich in Dunkelheit da eingefädelt werden, wobei ich feststellen durfte, dass man das auch problemlos unter einer dicken Decke erledigen kann.