Caffeenol:J-H-L/01-2018

Caffeenol:J-H-L/01-2018

Ingredients

12 tsp Kaffeepulver
6 tsp Waschsoda
3 tsp Vitamin-C
150 g Salz
1 l Wasser

Directions

Die Grundlage des Rezeptes ist eine Caffeenol-Variante, die um die Salz ergänzt wurde. Die Idee kam mir während eines Gespräches mit einem Geschäftsfreund.

Die Zusammenmischung ist recht einfach. Man nimmt 1 Liter lauwarmes Leitungswasser und schüttelt da das Kaffeepulver, das Waschsoda und das Vitamin-C rein. Zum Schluss kommt das Salz in die Lösung. An eine Schaumbildung kann ich mich nicht mehr erinnern, rate jedoch dazu, das Gefäß in eine Laborschale zu stellen.

Für das Experiment wählte ich Papiere vom Typ „Ilford Ilfospeed RC Deluxe IS1.1M, glossy“ und beobachtete:

(a) Caffeenoltypische Reaktionsfreudigkeit von 10-15 Sekunden Entwicklung bei Belichtung i.H.v. 5 Sekunden
(b) Braunfärbung des Abzugs

Das Rezept wurde speziell wegen der Färbung in das Standardbuch aufgenommen, weil ich mir hier die Anschaffung von Tonerchemie sparen kann. Meine Vermutung geht dahin, dass das Salz für den Farbton sorgt und ich werde bei Gelegenheit diese Theorie mit Weinol (blau bis indigo) verifizieren.

Teenol-T-A-J:Johannisbeere

Teenol-T-A-J:Johannisbeere

Ingredients

900 ml Wasser
12 Teebeutel (Johannisbeere)
6 tsp Waschsoda
3 tsp Vitamin-C

Directions

Nach Teeaufguss werden die Zutaten in Reihenfolge Waschsoda -> Vitamin-C zusammen geschüttet. Hier muss auf Schaumbildung geachtet werden, weswegen das Ansatzgefäß natürlich in einer Laborschale stehen sollte. Nach einer ungefähren Stehzeit von 15 Minuten wird die „Fotochemie“ schön lauwarm und ist bereit für den Einsatz.

Die Beispielmotive wurden jeweils mit 0,6 Sekunden belichtet, befinden sich auf ORWO-Papier und lassen sich problemlos fixieren. Das Rezept reagiert sehr gut mit weiteren Papiertypen.

Die Tütensuppe (Huhn) – Variante

Die Tütensuppe (Huhn) – Variante

Ingredients

200 g Hühnersuppe (Carat) entspricht 2 Beutel
12 tsp Waschsoda
3 tsp Vitamin-C

Directions

Anleitung:

Die 2 Suppenbeutel werden in warmes Wasser eingerührt und nach Zugabe von Waschsoda + Vitamin-C wird das Ansatzgefäß für 30 Stunden in den Kühlschrank gestellt.

Orwo-Papiere reagieren mit diesem Alternativentwickler erstaunlich gut und die Ergebnisse (siehe Galerie) entstanden bei einer Belichtungszeit von 30 Sekunden. Interessant sind die chaotisch verteilten Tupfer / Punkte, die mich entfernt an Schnee erinnern. Das erinnert mich an die Ölexperimente.

Rinderbrühen – O – Nol

Rinderbrühen – O – Nol

Ingredients

1 l Leitungswasser
12 tsp Waschsoda
3 tsp Vitamin-C
1 l Fixierlösung (Fixiersalz)
150 g Rinderbrühenkonzentrat

Directions

Der Künstler „Wastedfilms“ (siehe Instagram) nahm neulich Kontakt zu mir auf und wir sprachen über amüsante Alternativen zu Caffeenol, Teenol oder eben der Adox-Chemie. Ich dachte mir: „nimmste halt mal diverse Brühen“.

Anleitung:

Das Rinderbrühen-O-Nol wird wird so angesetzt: man löst das Konzentrat in lauwarmen Leitungswasser auf und gibt zu der Brühe nacheinander (!) das Waschsoda und das Vitamin-C. Der Ansatz schäumt und riecht merkwürdig und daher empfehle ich eine gute Durchlüftung und Abstellen des Ansatzgefäßes in einer geeigneten Laborschale.

Nach einer Ruhezeit von 5 Minuten ist die Alternativentwicklerflüssigkeit bereit für den Einsatz und dafür benötigt man:

(a) Schale Nr. 01: Rinderbrühen-O-Nol
(b) Schale Nr. 02: Wasser für die Zwischenwässerung und Reinigung
(c) Schale Nr. 03: Fixierlösung
(d) Fotopapier

Das Rinderbrühen-O-Nol zeichnet sich durch eine erstaunlich gute Reaktionsfreudigkeit aus und die Probeabzüge auf ORWO-Papier erschienen bereits nach einer Belichtung von 5 Sekunden innerhalb einer Zeitspanne, die sich durchaus mit professioneller Fotochemie vergleichen lässt.